Freitag, 16. April 2021

Urlaub ohne Geld, geht das? (Teil 1)

Wie macht man Urlaub ohne Ziel und Geld? Geht das?

Antwort: Im Prinzip ja, es gibt aber gewisse Voraussetzungen.

In Corona-Zeiten ist das alles noch anders, ist mir klar und euch sicher auch.

No.1.   Unabhängigkeit von der touristischen Megawirtschaft 

No.2    Mut zur völligen Unsicherheit

No.3    Glück und Vertrauen ins Unbekannte

Voraussetzungen, die heute allerdings selten zusammen zu finden sind.

Aber ja, es geht und macht sogar Spaß!

Urlaub, Sonne, Entspannung. Der große Wunsch der Deutschen

Meine Erfahrungen im urlauben ohne Geld und Ziel liegen allerdings wieder um Jahrzehnte zurück.

Erste Story:    1971  Auf nach Skandinavien per Tramp 

Ab Düsseldorf sind wir an die Autobahn gelatscht und haben den Daumen rausgehalten. Allerdings standen da jede Menge andere Tramper. Autofahrer, die Erfahrung mit trampenden Leuten hatten, fuhren natürlich an der "Tramperschlange" vorbei bis zum letzten, ersten Tramper, um diesen dann einzuladen. Manche haben auch einfach mittendrin Leute eingeladen, die denen spontan gefallen hatten. 
So ein "Unerfahrener" hat uns also am Ende, oder Anfang der "Schlange" eingeladen. Wir schnell rein, auf das Geschrei der Anderen nicht achtend. 

So nahm das Unheil seinen Lauf.


Zweite Story:  1972   Auf nach Skandinavien, Endstation Fehmarn 

Ab Düsseldorf sind wir zu fünft in den Zug bis zum Tarifende in Deutschland gefahren. Das war ein Sonderangebot der Bahn. Damit kamen wir in Burg auf Fehmarn heraus, ohne zu wissen, woher und wohin. Ohne zu wissen, wie es weiter gehen sollte. 
Irgendwie Urlaub. 

So nahm dann das Glück seinen Lauf.

Alles ist möglich, kann aber auch daneben gehen!

Donnerstag, 15. April 2021

Angriff durch ORCAS auf Segelyachten in der Straße von Gibraltar

Angriffe durch ORCAS auf Segelyachten in der Straße von Gibraltar

Wie in Yachtzeitschriften berichtet, sind bereits mehrere Segelyachten, sowohl auf spanischer, als auf der südlichen, marokkanischen Seite, von Orcas angegriffen worden. Das klingt zunächst wohl unglaubwürdig für den Laien, soll aber durch die Segler glaubwürdig geschildert worden sein.

Die Betroffenen gaben an, dass die Orcas zielgerichtet gehandelt hätten.

Die Angriffe dauerten mehr als ein paar Minuten, und führten zu erheblichen Schäden am Schiff, Ruderbruch, Wassereinbruch und Manövrierunfähigkeit. 

Dazu Anmerkung von mir:

--Wir sind 2014 nachts, von Madeira kommend

Segelyacht vor Madeira
Mit SY Chianti vor Funchal, Madeira P.


durch die Straße von Gibraltar nach La Linea de Conception, SP (kurz westl. von Gibraltar, GB), eingelaufen. 

Deshalb muss ich bei diesen Berichten immer daran denken, wie es den Seglern da wohl zumute war. 

Durch die gefährliche Strömung, den immensen Schiffsverkehr, das Verkehrstrennungsgebiet, dazwischen Flüchtlingsboote und spanische, britische und marokkanische Küstenwache und Polizei und Zoll, ist diese Meerenge das anspruchvollste Revier, Segelrevier der Welt.


...und jetzt wehren sich noch die ORCAS!

heute würde ich das so nicht mehr machen, das ist klar!
schon aus Respekt!


Mittwoch, 14. April 2021

Unheimliches Konzert (Der Morgen!)

Mit einigen anderen Versprengten,

 die sich ebenfalls in der Nacht im Wald verirrt hatten, - es handelte sich, wie bereits bemerkt, um den Burgberg von Altena - , schleppten wir uns mitten in der Nacht, mangels Alternativen, durchnässt und gefrustet, zurück in die Burg, in den dunklen Burghof. 

Dort stand die verlassene Bühne, wie wir in der Dunkelheit erkennen konnten, die glücklicherweise überdacht war, denn es regnete immer noch in Strömen. Auch schien sich hier niemand außer uns aufzuhalten.

Am Abend zuvor hatte hier das Peter Brötzmann Trio ihr typisch infernalisches Free Jazz Konzert abgeliefert. 
Han Bennink, very Hard Drummer
Fred Van Hove, Piano
Peter Brötzmann, Tenor Saxophon

Damit schien auch das Loch im Bühnenboden zusammen zu hängen. Das konnte nur der tierische Drummer des Trios fabriziert haben, der sein Equipment ungeheuer brutal malträtiert hatte. 

OK, wir rollten Matte und feuchten Schlafsack aus und versuchten, weiter zu "pennen".

Drummer der KatscheKruseAllstarBand 2011

Nach Stunden auf der nasskalten ramponierten Bühne, lockte mich im Morgengrauen der tolle Bechstein Flügel, der außer uns Schläfern einsam auf der Bühne stand.



Von Kreativität Happiness und Free Jazz angeregt trat ich die Pedale und begann mit wenigen Anschlägen und viel Pause. Nach Minuten ließ ich ein paar Akkorde und kurze Anschläge raus und wurde mutiger und lauter.
Da von den Schläfern hinter mir kein Protest zu vernehmen war, machte es mir immer mehr Spaß. So ließ ich den Bechstein frei und kühn erklingen. Es hörte sich akustisch hier im Burghof besonders toll an.
Ich fühlte mich wie der leibhaftige Keith Jarrett!

Als ich langsam keine Lust mehr hatte, den Bechstein langsam ausklingen ließ, ertönten plötzlich laute "Bravo, Bravo, mach weiter!" - Rufe, Beifall-Geklatsche und an allen Ecken tauchten plötzlich Köpfe auf.

Zu meinem Erstaunen, waren die rundum befindlichen, ebenfalls überdachten Galerien des Burghofes mit zahllosen Leuten, Festivalbesuchern, Freaks und Wahnsinnigen bevölkert, die hier, wie wir, die Nacht verbracht hatten. 
Da war ich überrascht und erschrocken! 

Weitermachen war nicht möglich!

Wie ich Jahre später erfuhr, hatte das sogar einer mit einem Recorder mitgeschnitten!

Coole Posts

Sonnenuntergang Sylt Promenade

Sylt, Promenade vor dem Neuen Kurzentrum im Juli 2025, 23:00 Uhr Immer wieder supertoll!